Der Anfang des Fußballes in Marborn

In den Inflationsjahren nach dem ersten Weltkrieg, war bei dem Bauer „Gasse-Beize" (Johann Krack) ein Knecht, der „Beize-Kurt"! Er kam aus einem Erziehungsheim, ein „Nixnutz" sagten die Leute im Dorf! Aber er konnte etwas, was alle Bauern­buben und Arbeiterbuben noch nicht gesehen hatten: er konnte herrlich Fußball spielen.

Der Ball war aus Lumpen grob zusam­mengenäht und sein Inhalt war aus festem geballten Kuhhaaren. Jedes noch so kleine Rasenstück war als Spielfeld groß genug um ein Spielchen  zu  machen  oder stundenlang Elfmeter zu schießen. Es kam, wie es kommen mußte, es wurde alsbald das größte Vergnügen aller Kuh- und Geißhirten im Ort. Dies geschah jedoch zum Leidwesen der Bauern und Viehhirten. Mancher Bauer mag sich auch des öfteren   gewundert   haben,   warum seine Buben jetzt so gerne mit den Kühen auf die Weide fahren wollte. Beim  Beize-Kurt,  auf dem  Seifrieds-hain, waren dann meist alle Kuh- und Geißhirten   zum   fröhlichen   Fußball­spiel beisammen.

Mit den  festen genagelten  Schuhen wurde   frisch   drauflos  gebolzt.   Das Viehhüten" kam dabei meist zu kurz und die Geißen kamen mit leeren Mägen heim, weil sie nur die eine Hecke kahl fressen konnten, an der sie angebunden waren, während die Hirten gegen den Beize-Kurt Fußball spielten.
Oh, was mußte damals viel Prügel für das „sündhafte" Spiel zu Hause sowie in der Schule ertragen werden. Der Dorfschuster hatte viel zu tun, die abgerissenen Sohlen wieder anzuna­geln. Oft wurden sie selbst mit Pechfa­den repariert, damit es zu Hause nicht auffiel. Denn in dieser Zeit waren Schu­he etwas sehr kostbares. Die meisten Buben besaßen nur ein paar Schuhe, daß am heiligen Sonntag sowie werk­tags getragen werden mußte. Der Schreiber dieser Zeilen kann sich noch gut entsinnen, daß manchmal montags ein Junge in der Schule gefehlt hat, weil die Schuhe beim Schuster waren. Das „Habiche Hann-je" hat mir selbst gar manchmal ohne Geld eine aufgeplatzte Schuhnaht heimlich repariert.

Aber, so sehr auch das teuflische Spiel verdammt wurde, so oft auch die Fußballer von den Vätern mit Prügel von den heimlichen Plätzen heimge­holt wurden, und sooft auch damals Kuratus Pfeifer in der Christenlehre manche Ohrfeige wegen Schadenhü-tens austeilte, daß Fußballspiel war nicht mehr auszurotten.

Eines Tages hatte einer erfahren, daß beim Sattler Denhard in Steinau, vorne bei der Post, ein richtiger Lederfußball zu haben war. Aber für Geld war dieser nicht zu haben. Zwei Zentner Korn und noch andere Naturalien soll­ten dafür erst als Kaufpreis gegeben werden, auch Alteisen wollte Sattler Denhard in Zahlung nehmen, daß er aber nur in geringen Mengen annahm. Gar manches Pferd, gar manche Kuh, Ziege und Schaf haben damals wochenlang den Hafer nicht alle bekommen, den sie verdient hatten. Ich weiß noch gut, wie der Dill's Hannes, der damals bei irgend einem Bauern Knecht war und der Dille Karl sowie der Schoafs-Will bald ihren Anteil Hafer und Eisen zusammen hatten. Ich selbst, damals erst acht Jahre alt, habe aus meiner Sparbüchse einen echten alten Silberfünfziger her­ausgeschüttelt, der hoch angerechnet wurde, aber auch eine gehörige Tracht Prügel einbrachte.

Schließlich wurden eines Tages die Naturalien und der Rest in einem Handwagen nach Steinau gebracht und der erste Lederfußball wurde mit Begeisterung heimgetragen. Schon im Jahre 1923 bildete sich eine Fußballmannschaft, die, ohne einem Fußballverband anzugehören, gegen andere Mannschaften zu Freund­schaftsspielen antrat.Grün-weiß waren zuerst die Clubfarben. Eine Brachlandfläche am Langen-acker, auf der früher Lehm gegraben wurde, diente als Spielplatz. Ganze fünfzig Meter lang und vierzig Meter breit war die Fläche, die erst noch mit Hacke und Schaufel in vielen freiwilli­gen Arbeitsstunden von den Fußbal­lern selbst zurecht gemacht wurde. Hannes Dill, der Tormann, war damals der Held jeder Schlacht. Er ist mit 45 Jahren im zweiten Weltkrieg gefallen. Neben Hannes Dill gehörten noch zu den ersten Fußballern: Johann Auth II, Karl Harnischfeger, Willi Weber, Heinrich Ellenbrand, Alois Hergenröder, Heinrich Keidel, Wilhelm Dill, Heinrich Krack, Karl Klug und Johann Lauer. Als Gastspieler: Flach (Romsthal), Lowe und „Peter" (Eckardroth), Amberg (Ahl).
Kuratus Kind, der 1924/25 in unser Dorf gekommen war, gründete dann im Jahre 1926 die Sportabteilung im katholischen Jugend- und Jungmän­nerverein, die dem Verband „Deut­sche Jugendkraft" (D.J.K) angeschlos­sen wurde.

Dieser große Freund der Jugend, machte auch bald die Arbeitsstreben­den mit dem eigentlichen Sinn und Zweck des Sporttreibens vertraut. Kuratus Kind wurde alsbald Präses der D.J.K. in der Diözese Fulda und später Stellvertreter des Präses der Deutschen Jugendkraft Deutschlands, Prälat Wolkers.
Durch seine Tatkraft und ungezählte freiwillige Arbeitsstunden der Sportler, wurde die „Lehmkaute" in einen schö­nen Sportplatz verwandelt, umgeben von einer Umzäunung. Eine Sporthalle mit Turnsaal und Gesellschaftszimmer machte den Platz bald zu einem der schönsten Sport­stätten im Kreis Schlüchtern. Vereinsvorsitzende waren dann von 1926 bis 1933: Albert Hofmann, Karl Seipel und Josef Eder. Sportarten wurden betrieben: Fußball, Faustball und Leichtathletik. Kulturelle Arbeiten wie Schaffung einer Theaterbühne im Saal der Gast­wirtschaft Weber, jährliche Laien­spielaufführungen in den Wintermona­ten, zeitweilig wöchentliche und monatliche Kulturabende. Im Winter­kursus wurde Buchführung gelehrt, geleitet von Herrn Hoppe, damaliger Prokurist der Seifenfabrik Victor Wolf und späterer Direktor der Dreiturm-Seifenindustrie Steinau. 1925 war Reichs-Bundestagung der Neudeut­schen in Marborn.
In den Jahren 1930/31 gelangen bei den Bezirksmeisterschaften in der Leichtathletik folgende Erfolge: lüü-Meter-Lauf gewann Anton Weber, 200-Meter-Lauf Wilhelm Reisinger, 5000-Meter-Lauf Anton Weber, Kugel­stoßen Peter Dill und die 4xl00-Meter Staffel gewann mit folgender Beset­zung Josef Reisinger, Leo Jockei, Oskar Hofmann und A. Hofmann. Ein wesentlicher Bestandteil des Vereinslebens war die Musikkapelle; sie war Mittelpunkt der Geselligkeit. Bei keinem Theater- oder Familien­abend hat sie gefehlt. Fußballtreffen in ihrer Begleitung wurde zu fröhlichen Ausflügen, Fahrten auf Lastwagen mit schmalen Holzbänken zum größten Vergnügen.

Dies alles geschah in einer sehr sehr armen Zeit, als ein Lehrling die Woche eine Mark Taschengeld bekam, der Arbeiter in der Stunde 40 Pfennige verdiente, ein Knecht im Monat mit 20 Mark und ein Arbeitsloser in der Woche mit sieben Mark auskommen mußte. Vom Hitler-Regime wurde der Sport­verband „Deutsche Jugendkraft" auf­gelöst und weitere Betätigung verbo­ten. Damit kam in Marborn jeder Sportbetrieb zum Erliegen. Verschiedentlich kamen Besichti­gungsabgeordnete, der nationalsoziali­stischen Jugendverbände, wie HJ., BdM und Jungvolk zur Sportanlage am Langenacker. Man plante diese schöne Anlage in Besitz zu nehmen. Im Jahre 1938 wurde auf anraten des damaligen Bürgermeisters Albert Hofmann wie­der ein Sportverein gegründet, um einer Übernahme durch die Parteior­ganisationen vorzubeugen. Der Verein nannte sich „Verein für Leibesübungen" (VfL) Marborn. Der Vorstand bestand aus dem ersten Vorsitzenden Fritz Ahner und dem Kassierer Oskar Hofmann.

Der Verein hat aber keine Tätigkeit entfalten können, da durch den Wehr­dienst und Arbeitsverpflichtungen die Jugend in alle Gegenden Deutschlands verstreut war. Sportplatz und Sporthal­le konnten nicht mehr unterhalten werden und begannen zu verwahrlo­sen. Während des zweiten Weltkrieges entschloß sich dann die Gemeindever­tretung den Sportplatz samt Sporthal­le, an den Jagdpächter Meckel zu verkaufen. Es wurden damit drücken­de Gemeindeschulden beglichen. Zu­vor wurden bereits sämtliche Turn­geräte wie Reck, Barren u. a. von HJ-Leuten aus Schlüchtern eigenmächtig entwendet. Über dessen Verbleib konnte nie etwas in Erfahrung ge­bracht werden.

Die Gemeindeverwaltung hatte damals geplant, im Zuge der seinerzeit begon­nenen Flurbereinigung, eine neue Sportanlage mit Schwimmbad zu schaffen. Durch den Krieg konnte der Plan jedoch nicht verwirklicht werden. So fehlte dann nach dem Krieg der Dorfjugend die erste Voraussetzung, um im größeren Umfang den Sport und besonders den Fußballsport zu betreiben.
Zur ersten DJK-Mannschaft aus den Jahren 1927-1929 gehörten:

Peter Dill, Sebastian Eder, Karl Hüfner, Alois Hergenröder, Gustav Auth, Karl Noll, Phillip Dill, Franz Seipel, Alois Lauer, Hannes Dill und Willi Harnisch-feger.
Zur zweiten Mannschaft gehörten damals:
Reinhold Sommer, Josef Dill, Markus Reisinger, Leo Jockei, Paul Weber, Ferdinand Harnischfeger, Heinrich Link, Josef Reisinger, Johann Beiz, Fritz Auth, Oskar Hofmann, Heinrich Dill und Vitus Hofmann. Nach dem Verbot der DJK haben sich verschiedene Spieler dem Fußballver­ein Steinau angeschlossen und dort vorrübergehend oder auf längere Zeit gespielt:
Von 1937-39: Anton Weber und Sebasti­an Eder, 193346, Oskar Hofmann.

Nach dem zweiten Weltkrieg:

waren die Lebensbedingungen noch schlechter als nach dem ersten Welt­krieg. Es war die Zeit der Verfolgung von Schuldigen und Unschuldigen, die Zeit falscher Anschuldigungen und falscher Unschuld und falscher Erklärungen an Eides statt, der eige­nen Selbsterniedrigungen unter der Herrschaft der Militärregierungen. Die Zeit der Einteilung in Hauptschuldige, Schuldige, Mitläufer und Unbelastete und Verfolgte des Nazi-Regimes, die Zeit der Enteignungen und Bereicherungen. Die Zeit der Wiedergutma­chung.
Die alten und neuen Fußballer in Marborn suchten auch nach Wieder­gutmachung, sie wollten wieder einen Sportplatz und wollten wieder Fußball spielen.
Also wurde im Jahre 1946, in der Grün­dungsversammlung vom 4. Mai, mit Genehmigung der Militärregierung, wieder ein Sportverein gegründet, er nannte sich Sportgemeinschaft ( SG) Marborn.


Unter 75 Mitbegründern wurde damals folgender Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Sebastian Eder, 2. Vorsitzender Oskar Hofmann, Kassie­rer Alfred Seipel und Schriftführer Paul Weber.
Die. wichtigsten Leute im Vorstand waren vor allem die Hilfskassierer, denn erstes Ziel des Vereines blieb zunächst die Schaffung eines neuen Sportplatzes, wozu sofort ein Antrag an die Gemeindevertretung gestellt wurde. Von der Gemeinde wurde uns in Aussicht gestellt, bei der wiederauf­genommenen Flurbereinigung ein Gelände für einen neuen Sportplatz bereitzustellen.


Am Tage der Währungsreform, am 22. Juni 1948, hatten die Hilfskassierer einen Kassenbestand von 873,63 Reichsmark eingesammelt, der auf 43,95 gute Deutsche Mark umgewan­delt wurde. Die Hilfskassierer sammelten weiter Vereinsbeiträge und der Vorstand konnte in den Generalversammlungen jahrelang nichts berichten als das Beiträgesammeln und als weiteres Vereinsprogramm, weiteres Beiträge­sammeln beschließen lassen. Die Vorstands-und Vereinsmitglieder Sebastian Eder, Paul Weber und Adolf Salomon wurden bei den Wahlen in die Gemeindevertretung gewählt. Inzwischen waren von den herange­wachsenen Sportlern eine Reihe Fußballer wieder wie vor dem Krieg, dem Fußballverein Steinau beigetre­ten, dem es hoch anzurechnen ist, daß er in nachbarlicher Freundschaft diesen Vereinmitglieder die Gelegen­heit zu sportlicher Tätigkeit gegeben hat.


Der Vereinsvorstand veranlaßte das Tiefbauunternehmen Müller aus Somborn ein Angebot über die Planie­rung des Sportgeländes zu unterbrei­ten und wegen des Beginns der Arbei­ten mit dem Gemeindevorstand zu verhandeln.
Vom Marborner Jagdpächter, Herrn Architekt Josef von Lamatsch in Stein­au, wurde kostenlos ein Finanzie­rungsplan angefertigt Bürgermeister Ferdinand Bathon, inzwischen auch dem Verein beigetreten, bemühte sich um Bundes- und Landeszuschüsse aus Toto-Mitteln, die auch in Raten geneh­migt und ausbezahlt wurden.

Die Fußballjugend hat ebenfalls durch Einebnen des Mutterbodens am Bau des neuen Sportplatzes mitgeholfen, wenn auch nicht immer so eifrig, wie der Vorstand es gerne gesehen hätte. Im Herbst 1958 konnte das Spielgelän­de mit Gras angesät werden und nach­dem sich die Fußballbegeisterten noch bezähmen mußten, war der Platz im Frühjahr 1959 spielfähig. Der Verein wurde dem Landessport­bund Hessen e. V. angemeldet. Den Beginn machte die neugegründe­te Jugendmannschaft, gegen die erste Jugendmannschaft aus Bad Soden. Das erste Spiel auf dem Marborner Spielgelände fand am 05. April 1959 statt. Es spielten damals Reimund Reisinger, Egon Ellenbrand, Willi Lauer, Karl-Heinz Eder, Josef Harnischfeger, Erwin Eder, Erich Berger, Josef Keidel, Alfred Reisinger, Franz-Josef Ellenbrand, Werner Klug, Udo Hofmann und Klaus Noll.
Das Spiel wurde mit 2:1 verloren. Hiermit  endet  die   Entstehung   des Fußballes in Marborn von 1927 und davor, bis zum Sommer 1959.


Die Entstehung des Spielbetriebes


Der erste Spielbetrieb fand im Früh­jahr 1959 mit einer Jugendmannschaft statt.
Im Herbst 1959 kehrten die in Steinau untergebrachten      Spieler      wieder geschlossen nach Marborn zurück und man formierte eine Senioren­mannschaft.
Das erste Spiel fand gegen Bad Soden statt und man verlor damals mit 4:3. In einem weiteren Übungsspiel gewann man gegen Seidenroth mit 10:1. Die ersten drei Jahre erreichte man stets einen zweiten Tabellenrang und schaffte den Aufstieg in die A-Klasse nicht.
Erst im Jahre 1965 erreichte die SG Marborn ihren bis hierher größten Erfolg. Man stieg in die A-Klasse auf. Mit einem Vorsprung von neun Punk­ten am Ende der Saison, deklassierte man das restliche Feld. Weitere sportliche Höhepunkte er­reichte man 1965 mit dem Einzug in das Finale des Kreis-Pokales. Lediglich im Endspiel mußte man sich Bellings geschlagen gegeben. Hochdramatisch ging es zu, nach dem nach neunzig Minuten der Spielstand 1:1 hieß. Erst in der Verlängerung fiel die glückliche Entscheidung zu Gunsten des FV Bellings. Zuvor hatte man Mannschaf­ten wie Rückers (5:0), Schlüchtern (6:1) und Herolz (1:0) geschlagen. Die nächsten zwölf Jahre spielte man dann in der A-Klasse Fulda-Süd und erreichte meist einen Mittelfeldplatz. In der Saison 1975/76 jedoch reichte es nicht mehr und Marborn stieg als viert­letzter in die B-Klasse Schlüchtern ab. Die Saison 76/77 begann gut mit 8:0 Punkten, im Laufe der Runde verlor man jedoch wichtige Punkte, so daß es am Ende nur zum vierten Tabellen­rang reichte.


Auch in der Jugend klappte es hervor­ragend, man belegte in fast allen Klas­sen vordere Plätze. Die E-Jugend gewann die Stadtmeisterschaft, wurde Kreismeister, Hallenmeister, Bezirks­meister und Vizemeister im Main-Kinzig-Kreis. Hier zeichnet sich eine gute Mannschaft für die Zukunft an. In der Punktrunde 77/78 erreichte man einen guten dritten Platz und erhoffte sich nun für die kommende Zeit wieder einen Aufstieg in die A-Klasse.
Auch in 1978 gewann die E-Jugend wiederum fast alle Spiele. In der Saison 78/79 erreichte man den zweiten Platz und steigerte sich somit jährlich um einen Platz. Reicht es viel­leicht in der kommenden Runde zum Aufstieg?


Nein, es reichte nicht man belegte lediglich den fünften Rang. 1980/81 wurde mit dem vierten Tabel­lenrang abgeschlossen, wobei die glei­che Punktzahl wie der Tabellendritte Bellings erreicht wurden, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses blieb es beim vierten Rang. Bei der Jugend erreichte die C-Jugend den ersten Rang ungeschlagen, hierbei handelt es sich um die gleiche Mann­schaft wie 1977.

1981/82 war es dann endlich soweit, Marborn gewann die Meisterschaft in der B-Klasse Schlüchtern und stieg in die A-Klasse Fulda-Süd auf. Trainer der Meistermannschaft war Rolf Moritz, der anschließend nach Kerzell wechselte. Als neuer Trainer wurde Rainer Gramman engagiert. Als Spieler gehörten zur Meistermann­schaft:
Wolfgang Seipel, Lothar Lauer, Werner Ellenbrand, Rolf Moritz, Karl-Heinz Beiz, Reinhard Eder, Detlev Ellen­brand, Thomas Rau, Dieter Auth, Bertram Bös, Klaus Rautenstrauch, Gerd Lauer, Norbert Herrmann, Bernd Harnischfeger, Manfred Kirchner, Andreas Schneider, Ralf Radauscher, Rolf Weber und Markus Schneider.

Oberstes Ziel in der kommenden Runde war die Festigung in der A-Klasse. Der Fußball wurde in Marborn zu dieser Zeit am erfolgreichsten gespielt. Neben der Meisterschaft gewannen die Senioren die Stadtmeisterschaft. Alle drei Jugendmannschaften erreich­ten die Finalspiele, lediglich die E-Jugend wurde „nur" Zweiter. Am 12. Juni 1983 war es dann endlich soweit, Marborn weihte seinen neuen Sportplatz ein.
Mittlerweile sind wir in der Saison 1983/84 angelangt, diese wurde mit dem elften Tabellenrang abgeschlos­sen.
Die Runde 1984/85 wurde mit dem neunten Platz abgeschlossen. Rainer Gramman schied am Ende der Runde

 

Meistermannschaft der B-Klasse Schlüchtern-West 1981/82
Oben v. links: U. Hofmann, A. Bös, M. Kirchner, Th. Rau, A. Schneider, R. Moritz, W. Ellenbrand, B. Bös,
D. Auth, D. Ellenbrand. R. Radauscher, K. H. Harnischfeger
Unten u. links: N. Herrmann, K Rautenstrauch, L. Lauer, M. Schneider, W. Seipel, K H. Beiz, R. Eder,
B. Harnischfeger, R. Weber

aus dem Traineramt, nach dem er drei Jahre die SGM betreute. Neuer Trainer wurde der „alte" Meistermacher Rolf Moritz.
1985/86 wurde man nach anfänglichen Schwierigkeiten noch Vizemeister. Man war bestrebt in die Bezirkskiasse aufzusteigen. Auch der Torschützen­pokal ging nach Marborn, diesen gewann Martin Bangert mit 29 Tref­fern. Und wieder einmal gewannen die Senioren die Stadtmeisterschaften im Endspiel gegen Bellings mit 2:1. Die Runde 1986/87 sollte dann wohl der sportlichste Höhepunkt der SG Marborn werden. Mit einem vier Punk­te Vorsprung wird die SG Meister der A-Klasse Fulda-Süd und steigt in die Bezirksklasse auf.

Trainer der Meistermannschaft war Bernd Zimmer, der während der Runde das Traineramt von Rolf Moritz übernahm. An dieser Stelle muß, man wohl beiden Trainern gratulieren, denn beide waren maßgeblich an der Meisterschaft beteiligt. Marborn spiel­te zusammen mit Hohenzell als einzig­ste Vertreter in der Bezirksklasse. Im ganzen Kreis ist nur noch Bad Soden vorne an. Es sollte ein Freudenfest werden, als Marborn die Mannschaft aus Bad Soden mit 2:1 in die Knie zwang beim Kreispokal in Marborn. Das Endspiel fand dann gegen den C-Ligist Züntersbach statt, die mit 4:0 geschlagen wurden. In der Meistermannschaft von 86/87 spielten folgende Spieler:

 


Meistermannschaft der A-Klasse Fulda-Süd 1986/87
Oben v. links: K. Salomon, B. Zimmer, Th. Rau, A. Noll, B. Lotz, B. Bös, M. Bangert, W. Ellenbrand, D. Auth,
D. Ellenbrand, 0. Noll
Unten v. links: K. H. Beiz, F. Ellenbrand, S. Bangert, B. Leibuld, R. Bös, A. Schneider

Thomas Rau, Achim Noll, Bernd Lotz, Bertram Bös, Martin Bangert, Werner Ellenbrand, Dieter Auth, Detlev Ellen­brand, Karl-Heinz Beiz, Frank Ellen­brand, Stefan Bangert, Bernd Leibold, Rainer Bös und Andreas Schneider. Als Betreuer standen Oskar Noll und Klaus Salomon zur Verfügung. 1987/88 spielte man dann gegen den Abstieg und gewann diesen Kampf. Am Ende erreichte man den zwölften Rang.


Bernd Zimmer verlies die SGM und ging nach Hünfeld, für ihn übernahm Kurt Deckert das Traineramt. In der Saison 1988/89 war man dann hinter Bad Soden die erfolgreichste Mannschaft im Kreis. Mannschaften wie Steinau, Schlüchtern und Alten-gronau standen weit hinter Marborn in den kleinen Klassen. Man errang den siebten Tabellenrang in dieser Saison. Die kommenden Jahre sollen wohl nicht so rosig ausfallen wie die vergan­genen Jahre.


Kurt Deckert und die SGM trennten sich und kurzerhand übernahm Rolf Moritz wieder das Traineramt. In der Punktrunde 1989/90 stieg Marborn ab, da aber die Bezirksklasse in die Bezirksoberliga umgewandelt wurde, blieb wiederum in der Bezirksliga. Hier konnte in der Saison 1990/91 mit dem zehnten Rang abgeschlossen werden. Als Höhepunkt errang man die   Stadtmeisterschaft   für   und   in Marborn. Gegen Marjoss wurde mit 1:0 gewonnen.


1991/92 wurde die Runde mit dem 14 Tabellenrang beendet, was das Bestreiten der Relegation mit sich brachte. Im ersten Spiel gewann Marborn gegen Bronnzeil mit 1:0 und anschließend gegen Sannerz mit 2:0. Der Klassenerhalt war somit geschafft. Zur Spielrunde 1992/93 trat dann Peter Panfil als Trainer bei der SGM seinen Dienst an. Rolf Moritz war aus beruflichen und privaten Gründen zurückgetreten. Am Ende belegte man den elften Tabellenrang.


Nun folgen die beiden schwärzesten Jahre der SG Marborn. Während der Punktrunde 1993/94 wurde Peter Panfil aus dem Trainer­amt entlassen und Christoph Bangert übernahm kurzfristig das Traineramt. Aber die Rettung kam zu spät, Marborn stieg in die A-Klasse ab. Für das nächste Jahr holte man Herbert Breitenberger als Trainer nach Marborn. Aber auch er schaffte es nicht Marborn in der A-Klasse zu halten, wir stiegen in die unterste Klas­se ab.
Zahlreiche gute Spieler wechselten von der SGM zu anderen Vereinen. So nun sind wir in der Saison 1995/96, nachdem Trainer Herbert Breitenber­ger sein Amt niedergelegt hat, stellte sich Heinz Zirkel kurzfristig zur Verfügung. Allerdings nur für drei Monate.

Dann übernahm Francisco Mateos-Loro das Amt.
Die Saison wurde nach einem schwa­chen Start noch mit dem sechsten Tabellenrang beendet. Die Saison 96/97 war dann wiederum ein Erfolgsjahr. Mit dem Aufstieg in die A-Klasse Schlüchtern durch einen 4 : 0 Relegationssieg über Hütten geschah das eigentlich unfaßbare. Wie vor einem Jahrzehnt, zum 60-jährigen Jubiläum, wieder ein Aufstieg. So nun wären wir am Ende der Traditi­onsgeschichte der Seniorenfußballer der SG Marborn.
Die SGM hat viele Höhen und Tiefen miterleben müssen aber dennoch, der Fußball steht nicht still und es wird auch in Marborn noch weiterhin guten Fußball gezeigt.

Auch die Damen kickten in Marborn

Die erste Marborner Damenmann­schaft nahm 1975 den Spielbetrieb auf. Am 14. März 1976 findet das erste Punktspiel der Damenmannschaft in der Kreisliga Gelnhausen statt. Dieses geht mit 2:0 gegen Somborn verloren. Man belegte am Ende der ersten Punktrunde den sechsten Tabellen­rang und in der Pokalrunde den sieb­ten Rang.
Betreut wurde die Mannschaft von Richard Hofacker, der jeden Dienstag das Training leitete. Immer mehr Spielerinnen aus dem ganzen Altkreis kamen nach Marborn um Fußball zu spielen. 1977 erreichte man einen hervorragenden vierten Rang und man merkte,

 

Die Damenmannschaft der SC Marborn 1975

daß es den Marborner Fußballdamen Spaß machte, den Männer zu beweisen, daß auch sie Fußball spielen können.
1978 kam dann der Fußball bei den Damen so richtig in Fahrt. Ohne eine Niederlage wurde man mit 17:1 Punk­ten Herbstmeister.
Leider wurde aus der Meisterschaft nichts, denn nach der Winterpause mußte man einiges an Federn lassen und es sprang wieder nur ein vierter Tabellenrang heraus. In der Punktrunde 1979/80 startete man wiederum so kurios wie im vergangenen Jahr und wurde Vize­herbstmeister wiederum mit 17:1 Punkten.
Im Februar starteten die Damen in der Kreispokalrunde mit dem Spiel gegen Geislitz, was mit 4:3 nach Elfmeter­schießen gewonnen werden konnte. In der Punktrunde ging es dann auch wieder los und man lag zusammen mit Langenselbold drei Spieltage vor Schluß auf den ersten beiden Plätzen. Im direkten Vergleich trennte man sich mit einem 3:3 Unentschieden. Am letz­ten Spieltag verlor man dann mit 0:4 und wurde am Ende nur Tabellendrit­ter. Aber mit einer Niederlage, vier Unentschieden und 15 Siegen kann man schon eine gute Bilanz ziehen. Die Saison 1980/81 sollte dann die Letzte sein, die Damenmannschaft löste   sich   nach   einem   erreichten


Mittelfeldplatz auf. Das war das Ende der Marborner Damenmannschaft. Unter anderem spielten: Anita Burkard, Birgit Lauer, Maria Raab, Margarethe Raab, Hannelore Beiz, Ottilie Beiz, Edith Bien, Patricia Sopper, Maria Best, Karola Henkel, Manuela Pohle, Astrid Henning, Heidi Henning, Jutta Stein, Karin Becker, Anneliese Noll, Petra Koch, B. Bär und natürlich die Henze's, allen voran die Mutter, Wilma Henze mit ihren drei Töchtern Ilona, Marion und Christia­ne. Damals wurde von einem einzigar­tigen Fall einer Fußballfamilie in der Bundesrepublik gesprochen.

Der Vorstand...


Sebastian Eder bei der Verleihung der goldenen Ehrennadel des Hess. Fußballverbandes durch Herrn Dr. Anderlitschek.

Der erste Vorsitzender der SG Marborn, bzw. damals noch unter dem Namen „Deutsche Jugendkraft Marborn e. V.", war Albert Hofmann, anschließend übernahm Karl Seipel und danach Josef Eder.

1938 wurde der Verein umbenannt in „Verein für Leibesübungen (VfL) Marborn" und hier war Fritz Ahner der erste Vorsitzende und Oskar Hof­mann der Kassierer. Natürlich ist es von der heutigen Zeit aus äußerst schwer die restlichen Vorstandsmitglieder von damals zu ermitteln, denn man kann nur die Daten aus der Vereinschronik entneh­men.
Da der Fußballbetrieb in Marborn in den Kriegsjahren unterbrochen wurde, formierte sich erst bei der Neugründung, am 04. Mai 1946 ein neuer Vorstand. Dieser setzte sich zusammen aus dem 1. Vorsitzenden Sebastian Eder, dem 2. Vorsitzenden Oskar    Hofmann,    Kassierer   Alfred

Seipel und dem Schriftführer Paul Weber. Aus der Chronik geht hervor, daß der Vorstand aus 75 Mitbegründer bestimmt wurde.
Am 29. Januar 1956 erfolgte dann wiederum eine Generalversammlung, in der die ersten beiden Vorsitzenden wiedergewählt wurden. Als Kassierer wurde dann Hans Hofmann und als Schriftführer Horst Bangert gewählt. 29 Jahre (1946-1975) war Sebastian Eder dann 1. Vorsitzender und leitete die SG Marborn bis Karl-Heinz Harnischfeger (1975-1985) das Amt übernahm. Ihm folgten dann Horst Bangert (1985-1994) und unser jetziger 1. Vorsitzender Eugen Lifka (1994-1997).

 


Die 1. Seniorenmannschaft im Jubiläumsjahr mit dem Aufstieg in die A-Klasse.
Oben v. links: B. Noll, M. Schneider, 0. Lifka, K. Dill, P. Siebert, A. Noll, A. Usula, B. Eder, F. Mateos-Loro,
Unten v. links: W. Lauer, M. Eder, A. Duggen, Z. Knezevic, N. Cosic
Es fehlen: M, Lifka, D. Auth, K.-H. Beiz, A. Schneider, J. Klug, H. Benkert, D. Ellenbrand, R. Braun

 

Weiterführung der Chronik der SG Marborn von 1997 bis 2012

Nach dem Aufstieg 1997 in die A-Klasse Schlüchtern erfolgte in der darauf folgenden Saison die Ernüchterung. Nach zahlreichen Trainerwechseln und einem Platz am Tabellenende überwinterte die SG Marborn. Zuvor hatte man sich von Trainer Dieter Diesterweg im sportlichen Einvernehmen getrennt. Christoph Bangert und Mathias Lifka übernahmen das Amt des Trainers kurzfristig. Zur Winterpause der Saison 1997/1998 konnte man Fritz Walther verpflichten.

Die Jugend war in dieser Saison mit insgesamt sieben Mannschaften im Rennen, nennenswert sind hier die Erfolge der D-Jugend. Die Erfolgsmannschaft wurde Hallenmeister, Stadtmeister und gewann darüber hinaus auch den Kreispokal.

Die F-Jugend war mit zwei Mannschaften gemeldet, ebenso die E-Jugend. Diese konnten die Titel der Stadtmeisterschaft, Hallenendrundeteilnehmer und Kreisliga-Meister erringen.

Nach dem überaus erfolgreichem Fest 1997 zum 70-jährigen des Vereins wurde noch im gleichen Jahr mit der Planung des Sportlerheimumbaus begonnen. Aus der „Toilettenanlage“ soll ein schickes Sportlerheim entstehen.

Für die Runde 98/99 konnte Achim Noll als Trainer verpflichtet werden. Nach einem guten Start in die neue Runde fiel die Mannschaft zur Winterpause auf den achten Tabellenplatz zurück. Die Runde konnte dann mit einem siebten Platz abgeschlossen werden. Die Reserve landete auf dem vierten Platz.

Wie auch die vergangene Saison bildete die Jugendabteilung eine Spielgemeinschaft mit der SG Huttengrund. Daher konnten alle Altersklassen gemeldet werden. In allen Klassen spielten Marborner Jugendliche mit. Herausragende Erfolge hier waren die Aufstiege der C-, und A-Jugend in die jeweiligen Bezirksligen.

In der Spielsaison 1999/2000 wurde am Trainer Achim Noll festgehalten. Nach einem guten Start hatte man zur Halbzeit den vierten Platz inne. Die Reserve war da noch erfolgreicher, sie war über einige Wochen Spitzenreiter, fiel dann aber auf den zweiten Platz ab. Die erste Mannschaft belegte am Rundenende den 7. Platz. Die Reserve wurde immerhin noch 3..

Leider wurde aus verschiedenen Gründen die Spielgemeinschaft mit der SG Huttengrund aufgelöst. Mit der A-Jugend bildete man eine Spielgemeinschaft mit dem FV Steinau. Alle anderen Spieler wechselten zu den jeweiligen Jugendmannschaften des FV Steinau.

Zum Ende des Jahres 1999 konnte dann endlich der Umbau des Sportlerheimes abgeschlossen werden. Zahlreiche bürokratische Schwierigkeiten haben den Umbau nur unnötig verzögert. Sogar ein Baustop wurde für mehrere Wochen verhängt. Dafür sind die neugestalteten Räume ansehnlich.

Trainer Achim Noll geht in sein drittes Jahr (Saison 2000/2001), kündigte aber bereits zu Rundenbeginn an, dass es da letzte als Trainer sein wird. Nach einer recht ruppigen Saison mit vielen Höhen und Tiefen konnte man am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt sichern und die Relegation umgehen. Die zweite Mannschaft ließ erheblich Federn, einige Spiele mussten aufgrund Spielermangel abgesagt werden. Der vorletzte Tabellenplatz war das Ergebnis.

Auch im Jugendbereich sieht es nicht mehr so rosig aus. Zahlreiche Jugendspieler haben einfach aufgehört Fußball zu spielen.

Eine Trainerverpflichtung gestaltete sich als größtes Problem für die kommende Runde (2001/2002). Zahlreiche Absagen gab es und man war auf der Suche nach einem Spielertrainer. Kurz vor Schluss wurde Marco Andic als Trainer in sein Amt eingeführt. Das Gastspiel dauerte aber nur drei Monate und man trennte sich wieder. Differenzen zwischen Trainer und Spieler/Vorstand konnten nicht beseitigt werden. Ihm folgte übergangsweise Bertram Bös als Trainer. In der Winterpause stand man auf dem vorletzten Tabellenplatz und es war schon zu ahnen, dass man mit der 1. Mannschaft im Jubiläumsjahr in die B-Klasse absteigen wird. Als drittletzter umging man jedoch die Relegation und schaffte doch noch den Klassenerhalt.

Der Spielbetrieb der zweiten Mannschaft musste leider aus Mangel an Spielern eingestellt werden.

Im Jubiläumsjahr zum 75-jährigen Bestehen fand im März 2002 der Kommersabend im Bayrischen Hof statt. Schirmherr Landrat Karl Eyerkaufer war anwesend und verlieh den Ehrenbrief des Landes Hessen an die langjährigen Mitglieder Horst Bangert, Walter Jöckel und Udo Hofmann. Mit Musikveranstaltungen am Festplatz und anschließenden Stadtmeisterschaften endete das Fest.

Wir befinden uns nun in der Saison 2002/2003. Nach dem sportlichen Misserfolg der vergangenen Jahre und einem mehrfachem „Fastabstieg“ waren Überlegungen einer Spielgemeinschaft vorhanden. Dieses Vorhaben scheiterte „glücklicherweise“ jedoch am Widerstand der Mitglieder.

Der Abstieg in die B-Klasse….

Nachfolger von Bertram Bös als Trainer wurde Wencke Häusser (später Bangert). Leider schaffte sie aufgrund der schlechten Vorraussetzungen im Verein den Klassenerhalt nicht. Die erste Mannschaft musste den bitteren Gang in die B-Klasse antreten. Zu diesem Zeitpunkt steht die SG Marborn wohl vor ihrer schwärzesten Zeit. Als Novum gilt festzuhalten, dass es bis dato noch keine „Trainerin“ einer Seniorenmannschaft im Altkreis Schlüchtern gab.

Die Jugendspielgemeinschaft mit dem FV Steinau hat sich vollständig aufgelöst. Der Spielbetrieb der zweiten Mannschaft wurde eingestellt, jetzt konnte nur noch ein Neubeginn helfen.

Mit einem guten vierten Platz in der Sasion 2003/2004, nach dem einige Spieler die SG Marborn verlassen hat, konnte man die kommende Spielrunde abschließen. Zu diesem Zeitpunkt konzentrierte man sich komplett auf die erste Mannschaft, mehr war ja auch nicht vorhanden. Neue Spieler wurden angesprochen und konnten dann auch zur kommenden Runde gewonnen werden.

Ebenfalls verpflichtet werden konnte ein neuer Trainer. Heiko Breitenberger übernahm dieses Amt. Nur wenige setzten Hoffnungen auf Heiko, es dauerte aber nicht lang, da wurde jedem klar, dass es der richtige Mann war, den man als Trainer verpflichtet hatte.

Zu diesem Zeitpunkt setzte sich Horst Bangert in Funktion des ersten Vorsitzenden hartnäckig dafür ein, dass die Jugend wieder aufgebaut werden muss. Er selbst lief von Haus zu Haus und gewann neue Nachwuchsspieler.

In der gleichen Runde konnte durch das Engagement von Trainer Breitenberger auch wieder eine zweite Mannschaft gemeldet werden. Heiko schaffte es, zahlreiche Spieler zu gewinnen, auch für die zweite Mannschaft.

Der Aufstieg….in die A-Klasse

In dieser Spielzeit 2004/2005 erreichte man endlich wieder einmal ein Erfolgserlebnis. Mit 115:43 Toren und 70 Punkten stieg man als Tabellenzweiter, hinter der SG Bad Soden II direkt in die A-Klasse Schlüchtern auf. Bei lediglich zwei Niederlagen über die ganze Runde kam man an Bad Soden nicht heran. Diese hatten nur eine Niederlage zu verzeichnen, diese aber gegen die SG Marborn (4:2 im zweiten Spiel).

2005/2006

In der Saison 2005/2006 spielte man somit wieder in der A-Klasse Schlüchtern. Hier erreichte man einen annehmbaren 5. Platz. Mit 48 Punkten und 85:65 Toren war Trainer Heiko Breitenberger zufrieden mit der Runde.

In der Runde 2006/2007 belegte man ebenfalls den 5. Tabellenrang, mit 47 Punkten und 78:66 Toren. Trainer in dieser Saison, wie auch in der nächsten Runde ist Heiko Breitenberger. Nach den zahlreichen Trainerwechseln der vergangenen Jahre war man froh, wieder einmal etwas Beständiges verpflichtet zu haben.

Auch 2007/2008 schloss man positiv ab, mit dem 6. Platz und 40 Punkten, sowie 77:68 Toren bewegt man sich die letzten drei Jahre stets im oberen Drittel der Tabelle.

Erst in 2008/2009, dem letzten Jahr unter Heiko Breitenberger rutschte man ins Mittelfeld ab und landete auf dem neunten Tabellenrang. Mit 37 Punkten und 64:72 Toren.

Der erneute Abstieg…..

Die Saison 2009/2010 war dann wieder ein Schatten in der Vereinsgeschichte der SG Marborn. Als Drittletzter holte man nur 30 Punkte bei 56:81 Toren und musste in die Abstiegsrelegation. Gegner hier war die SG Veitsteinbach. Konnte man im Hinspiel in Veitsteinbach ein achtbares 1:1 erspielen, so verlor man im Rückspiel in Marborn, nach einer desolaten Leistung mit 4:2 und fand sich plötzlich in der B-Klasse Schlüchtern wieder.

Als Trainer wurde zu Rundenbeginn Rainer Hofmann verpflichtet.

Im Jahr 2010/2011 hielt man weiter an Rainer fest. In der ersten B-Ligasaison erreichte man den 8. Tabellenplatz mit 47 Punkten und 69:63 Toren.

Der Aufstieg…

Nun sind wir im Festjahr zum 85-jährigen Vereinsjubiläum angelangt. Ziel in der Saison 2011/2012 war es, in die A-Klasse aufzusteigen. Zur Winterpause belegt man mit 44 Punkten Platz 1., bei 55:20 Toren und einem Punktevorsprung von vier Punkten wurde man Herbstmeister.

Im Frühjahr konnten dann alle vorderen Mannschaften besiegt werden.

Der Vorstand seit 1997…

Von 1997 bis zum Jahr 2002 war Eugen Lifka 1. Vorsitzender der Sportgemeinschaft 1927. Er hatte das Amt im Jahr 1994 von Horst Bangert übernommen. Von 2002 bis 2004 hatte dann Horst Bangert nochmals das Ruder übernommen. Ihm folgte in den Jahren 2004 bis 2011 Mathias Lifka. Im Januar 2011 übernahm Ralph Braun das Amt des Vorsitzenden.