SV Marjoß - SGM I 1:0 (1:0)

Bericht der Kinzigtal Nachrichten vom 15.09.2014:

Munteres Hin und Her mit glücklichem Sieger

Gleiche Taktik, gleiche Teamstruktur, gleiche Spielanteile: Kein Wunder, dass es in der A-Ligapartie des SV Marjoß gegen die SG Marborn eng zuging und das Spiel mit dem 1:0 (1:0) für die Spessartkicker einen glücklichen Sieger fand.

Marjoß und SG Marborn stellten sich ähnlich auf: Beide Seiten versuchten, über kämpferischen Einsatz ihre Kreativspieler in Szene zu setzen. Jedes Team verfügte über zwei bis drei technisch äußerst beschlagene Spieler, die ihr athletisches Potenzial nicht ausschöpfen. Sie waren oft Adressaten langer Bälle in der Hoffnung, mit individueller Klasse Zählbares herauszuholen.

Daraus entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem die Feldvorteile hin- und herwogten und beiden Sturmreihen einen ganzen Stall voller dicker Möglichkeiten teils richtig sehenswert herausspielten, aber auch genau so spektakulär versemmelten. Eine rühmliche Ausnahme machte der Marjosser Sturmtank Mladibor Petrovici, als ihm ein einziger Doppelpass mit Andreas Ruppert reichte, um Marborns defensives Mittelfeld zu überwinden und in den Strafraum einzudringen. Dort vernaschte er auf engstem Raum drei Abwehrspieler und ließ mit einem platzierten Ball Keeper Felix Oberländer keine Chance.

So ähnlich, wie sich die Teams waren, fiel auch die Analyse beider Spielertrainer aus. "Wir hatten das Glück, dass du halt hast, wenn Du da oben stehst. Marborn hätte ein Remis verdient gehabt", meinte Raif Moaremoglu auf Seiten des SV Marjoß, während Marborns Oliver Glaschke, befand: "Wenn du da unten stehst, dann hast Du halt das Pech. Im Moment läuft es einfach nicht."

Marborn traf zwar direkt nach Wiederanpfiff zum vermeintlichen 1:1, musste dabei aber eine Lektion in Sachen Regelkunde lernen: Yusuf Onar schoss auf das Tor von Yves Schreyner, der nur abprallen lassen konnte, woraufhin die Kugel Senol Kutlu vor die Füße fiel, der einnetzte. Pech nur: Kutlu stand im Moment der Ballabgabe im Abseits. Allen Marorner Protesten zum Trotz entstand durch den Abpraller des Keepers aber regeltechnisch keine neue Spielsituation. Aus Kutlus passiver Abseitsstellung wurde also eine aktive, und Schiri Doll entschied zur Recht nicht auf Tor.

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